Von Menschen und Systemen

Von Reto Kessler
Und die Möglichkeit einzelner, die Dynamik sozialer Systeme gezielt zu beeinflussen, sind in der Regel begrenzt. Wie kann es dennoch gelingen, Einfluss zu nehmen? Man Muss etwas verstehen von Menschen und Systemen.
Claudia Seefeldt und André Kunz

Menschen sind soziale Wesen. Sie gehen in Beziehung «bauen» soziale Systeme wie Familien, Teams, Crews, Institutionen oder Organisationen.

Wenn man eine Ahnung davon bekommen möchte, wie diese sozialen Systeme funktionieren (oder besser «ticken»?) genügt es nicht, etwas über die einzelnen Menschen zu wissen. Denn soziale Systeme bestehen aus den Beziehungen und den Wechselwirkungen zwischen den Menschen (und Menschen können sich in verschiedenen Systemen völlig unterschiedlich verhalten).

Daraus entsteht eine eigene Dynamik. Diese lässt sich beobachten und charakterisieren, bleibt jedoch meist prinzipiell unvorhersehbar und oft auch undurchschaubar.

Menschen sind für Organisationen wichtig

Systemisch gesehen werden die Einzelnen nur in soweit als Individuum betrachtet, wie sie auf das System wirken und wie sie dessen Wirkungsfeld ausgesetzt sind. Denn Menschen sind für Organisationen wichtig. Und die Möglichkeit einzelner, diese Dynamik gezielt zu beeinflussen, sind in der Regel begrenzt (und mit oft überraschenden Nebenwirkungen verbunden).

Zwei der wichtigsten Fragen, die sich daraus für Führungspersonen sowie Beraterinnen und Berater ergeben:

👉 Wie kann es dennoch gelingen Räume für Begegnungen zu schaffen, die mutiges Verhalten und ein Ausbrechen aus Festlegungen ermöglichen?

👉 Wie entwickeln Teams Fehlerfreundlichkeit, innovatives und selbstverantwortliches Handeln?

Damit beschäftigen sich Claudia Seefeldt und André Kunz in ihrem Seminar «Von Menschen und Systemen». Es geht um die Verbindung von systemtheoretischen Aspekten und individuellen Perspektiven und Bedürfnissen sowie mit aktuellen Konzepten, die uns darin unterstützen, in und mit Teams und Organisationen gut zu navigieren.

Wir finden, im letzten Seminar sind dabei kreative System-Darstellungen gelungen. Und Spass gemacht hat es offensichtlich auch.