Coaching

Von Reto Kessler
Coaching hat auch viel mit der Verantwortung gegenüber seinen Kunden zu tun. Dazu gehört auch Klarheit: Was kann ich meinen Kunden anbieten, was kann ich leisten und was nicht? Doch dazu muss man selbst wissen, wo die eigenen Unsicherheit sind.
Coaching und Verantwortung

Zu sagen, dass man Coach ist, ist ja einfach. Anders ist es, wenn man einem Coachee gegenüber sitzt und mit dessen Fragen, Anliegen und Erwartungen konfrontiert wird.

Coachingmythen

Um das was dann passiert, um den Begriff des Coachings ranken sich viele Mythen. Zum Beispiel:

  • Coaching ist einfach eine Fragetechnik: Coaches wissen, welche (richtigen) Fragen sie stellen müssen, damit der Coachee selbst auf «die Lösung» kommt.
  • Wer selbst mal eine Krise durchlebt hat, kann andere gut beraten, wie sie ihre Krisen meistern können.
  • Coaches kennen viele Methoden und wenden die richtigen an, um die Probleme ihrer Kunden zu lösen.
  • Man kann und muss seine Coaching-Kunden motivieren, disziplinieren, inspirieren, instruieren o. ä.

Wahrnehmung, Achtsamkeit und Resonanz

Coaching wie wir es verstehen hat viel mit Wahrnehmung, Achtsamkeit und Resonanz zu tun. Wer nimmt was wie wahr und wie reagieren andere auf mich und meine Wahrnehmung?

Damit ist auch klar, es gibt nicht das eine Beratungsverständnis oder den richtigen Coaching-Stil. Coaching hat viel mit der eigenen Persönlichkeit zu tun.

Systemisches Coaching unterscheidet sich von anderen Formen von Beratung und Coaching (z. B. Mentoring, Coaching im Sport). Es ist eines der wertvollsten beraterischen Formate für berufliche und persönliche Fragestellungen.

Und dass das nichts mit Angeboten nach dem Muster «Ich zeig dir in drei Schritten, wie Du glücklich/erfolgreich/… wirst» oder «Die XY-Methode» zu tun hat, ist den meisten Menschen klar. Zumindest erklären wir uns so die hohe Nachfrage nach Seminaren, wo die Teilnehmenden sich die wichtigen Grundlagen für die seriöse Arbeit im Coaching aneignen bzw. für sich entwickeln.

Verantwortung im Coaching

Denn Coaching hat auch viel mit der Verantwortung gegenüber seinen Kunden zu tun. Dazu gehört auch Klarheit: Was kann ich meinen Kunden anbieten, was kann ich leisten und was nicht?

Wer auf schnelles Geld aus ist, wer in einer Coaching-Situation mehr mit den eigenen Gefühlen und Erwartungen beschäftigt ist, als mit denen seines Kunden, wer andere nur berät um das eigene Ego zu nähren, kann man kaum gut für seine Klienten da sein.

Eine gute Coaching-Ausbildung hilft dabei, sich selbst zu verorten.