Hypnosystemische Beratung einfach erklärt

Von Reto Kessler
Hypnosystemische Beratung ermöglicht es Menschen, sich selbst besser kennenzulernen. Das schafft neue Freiheitsgrade im Erleben. Wie das funktioniert zeigt Gunther Schmidt im Gespräche mit Matze Hielscher.
Hypnosystemische Beratung

Im Hypnosysthemischen Ansatz wird Konstruktivismus beraterisch und therapeutisch konsequent weitergedacht und umgesetzt. Das führt dazu, dass einige Grundannahmen, die wir zunächst für unumstösslich halten, ordentlich ins Wanken kommen.

Zum Beispiel:

  • «Ich bin so und so» wird zu «ich erlebe mich so und so»
  • «Das ist ein Problem» wird zu «ich mache das zu einem Problem»
  • «Das erzeugt bei mir Angst» wird zu «ich reagiere darauf ängstlich»
  • «Ich bin schuldig» wird zu «ich fühle mich hier schuldig»

Das hat weitreichende Konsequenzen:

  1. Wenn man seine Realität konstruiert (und sie nicht gegeben ist), kann man sie prinzipiell auch anders konstruieren.
  2. Menschliches Handeln und Erleben hat meist eine Funktion. Man kann also erkunden, wozu es dient, dass man etwas so und nicht anders konstruiert.

Anders gesagt: In der hypnosystemsichen Arbeit lernen sich Menschen selbst besser kennen. Wenn man versteht wozu diese Angst, jene Wut, diese Freude, jene Lust, diese «automatische» Handlung, diese Vermeidungsstrategie dient, kann man sie anders erleben.

Klingt ungewohnt? Ist es auch. Denn wir sind gut darin, innere Anteile von uns konsequent abzuwerten. Damit legen wir uns auf eine Art des Erlebens fest und schliessen andere kategorisch aus. Hypnosystemische Arbeit ändert das und ermöglicht so neue Freiheitsgrade.

Wer könnte das besser erklären als Dr. Gunther Schmidt, der Begründer der hypnosystemischen Beratung und Therapie. Und er war zu Gast bei dem wie immer hervorragend vorbereiteten Matze Hielscher (aka Hotel Matze), wodurch ein sehr anschauliche und lehrreiche Einführung in die Hypnosystische Arbeit (mit Live-Coaching zum Thema «Handysucht») entstanden ist.

Es gibt sie auch auf allen gängigen Podcast-Kanälen. Wir empfehlen jedoch dringend, den Mitschnitt als Film zu schauen, dass Mimik, Gestik und Körpersprache bei dieser Arbeit wichtig sind:

Wer sich mit dem Hypnosystemische Ansatz vertraut machen möchte, kann das zum Beispiel in unserem Seminar mit Manuela Duft und Stephan Scherrer.