Kongruenz in der Führung

Von Reto Kessler
«Wie passen eigentlich meine eigene Haltung und mein Verhalten als Führungsperson zum Kontext, in dem ich unterwegs bin?»
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Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Vor allem, kann man es nicht gut alleine. Denn für Führung braucht es ja bekanntlich mindestens zwei: jemand der führt und jeman der folgt – Einfluss nehmen und Einfluss nehmen lassen. In Organisationen wird das ganze zudem permanent beobachtet und bewertet. Es sind also immer viele Perspektiven im Spiel. Kongruenz in der Führung ist eine Frage des Beobachtungsstandpunktes.

Gemeinsam erkunden

Geht man davon aus, dass die oben genannte Frage relevant ist und eine Erkundung sich lohnt, braucht es also ein Gegenüber, dass die Perspektiven ins Spiel bringt, die man selbst übersieht. «Act & Reflect» ist der gemeinsame Experimentier- und Lernraum in unserem Führungscurriculum «Reinvening Leadership», der letzte Woche bei uns in Zürich stattfand.

Uns geht es darin um die Vertiefung der Impulse aus den Präsenztagen davor sowie um die persönliche Adaption und Einordnung des Erarbeiteten. Dabei wird nicht nur die eigene Führungsarbeit, sondern auch die gemeinsame Beobachtung, Erklärung und Bewertung zum Lernthema. Phänomene in der Gruppe werden zum Lernthema – eine doppelte Bewegung, wie sie auch in Organisations stattfindet.

Es ist eine Erkundungsreise, die aufgrund ihrer Vielschichtigkeit nicht immer einfach ist. Aber es ist immer wieder berührend zu beobachten, was die kollegiale Beratung von Führungspersonen ermöglicht: inhaltlich und in der Begegnung unereinander. 

Führung gemeinsam erkunden