Coaching in Organisationen

Von Reto Kessler
Coaching in Organisationen unterscheidet von «einfachen» Coaching-Settings. Wer die entscheidenden Punkte kennt, kann darauf reagieren.
Coaching-in-Organisationen

Coaching in Organisationen, das klingt zunächst einmal recht harmlos. Warum sollte das anders sein, als wenn man Menschen coacht, die in Organisationen arbeiten?

Doch wer sich auf das Terrain von Organisationen begibt, trifft dort auf ein weitverzweigtes, wildes Wegenetz, Fettnäpfchen und verminte Felder. Und auf Macht.

Anders gesagt, das sorgsam ausgearbeitete Beziehungsverhältniss mit dem Coachee trifft in Organisationen auf Hierarchie, Rollenerwartungen und Organisationskultur. Auch wenn in Unternehmen heute Begriffe wie «Wertschätzung», «Augenhöhe» und «Kooperation» gross geschrieben werden, man bekommt an der Realität von Rang, Karriereerwartungen und Inszenierung nicht vorbei.

Als Coachperson ist es darum aus verschiedenen Gründen nützlich und hilfreich, etwas von Organisationsdynamik zu verstehen. Zwei Beispiele:

👉 Die Organisation darf erwarten, dass die Coachperson in ihrem Sinne handelt. Schliesslich gibt sie das Coaching in Auftrag und bezahlt dafür. Doch diese Erwartung ist heikel. Wenn man nicht aufpasst, bekommt man als Coachperson flux eine Rolle, die die wirksame Beziehungsgestaltung zum Coachee (im Sinne des Coachings) erschwert bis verunmöglicht.

👉 Organisationen sind gut darin, Mängel der eigenen Struktur auf Personen abzuwälzen. Diese Personen in ein Coaching zu schicken, ist (aus Sicht der Organisation) nur konsequent. Wer etwas von Organisationsstruktur versteht, kann die hier oft verdeckt ausgesprochenen Einladungen leichter erkennen und ablehnen.

In unserem Seminar «Coaching in Organisationen» mit Simone Claudia Wunderlin und Roger Romano bekommt man einen Überblick über und ein Gespür für die Besonderheiten von Coaching-Aufträgen in Organisationen.