Organisationskultur: Wie lässt sich etwas verändern, das nicht entscheidbar ist?
Das ist nachvollziehbar. Denn systemtheoretisch bezeichnet die Kultur, das was selbstverständlich ist, ohne dass darüber entschieden wurde. Und Organisationen brauchen einen gewissen Umfang an Selbstverständlichkeiten, um nicht in Entscheidungsnotwendigkeiten unterzugehen.
Damit wird jedoch auch klar:
- Kultur ist schwer greifbar, weil sich nicht diskutiert und nicht entschieden wird.
- Es sind starke Kräfte, die Kultur stabilisieren.
- Kultur lässt sich nicht anordnen.
Das bedeutet: Wer Kultur verändern möchte, müssen eine Vorstellung darüber haben, wo und wie man ansetzen kann. Anders gesagt: Wo und wie können wir als interne oder externe Berater*innen oder Führungskräfte in Organisations- und Teamkulturen Wirkung erzeugen?
Um diese Frage ging es in unserem Seminar «Kultur und Organisation im Fokus» mit Claudia Seefeldt und Thomas Lamsfuss. Sie forschen und expermientieren zum Thema Kultur:
👉 Was ist ein geeignetes Modell von Organisationskultur?
👉 Wie lässt sie sich beobachten, beschreiben und beeinflussen?
👉 Wie können Teammitglieder effektiv zusammenarbeiten, um ihre Ziele zu erreichen, wenn ihre Gruppen-, Aufgaben- und persönliche Orientierung aufgrund kultureller Prägungen und Muster (stark) abweichen?
👉 Wie kann Kulturarbeit gelingen, z. B. wenn zwei Firmen fusionieren?