Agilität im Team erleben
Teams und Organisationen sind sehr gut darin, Stabilität zu schaffen. Sie tun dies zu, Beispiel durch Struktur: Zuständigkeiten, Vereinbarungen und Anforderungen werden «verdauert», sie werden zu Verantwortlichkeiten, Regeln und Routinen und schaffen so Erwartungssicherheit. Zu wissen, was einen erwartet und auf was man sich einlässt, ist mitunter sehr angenehm.
Allerdings müssen diese Strukturen auch immer wieder angepasst werden. Zum Beispiel, wenn sich in der Umwelt der Organisation etwas Relevantes verändert. Relevant heisst: Teams oder Organisationen können die Veränderung nicht ohne unerwünschte Folgen ignorieren. Es ergibt sich eine Marktchance oder es taucht eine Gefahr für das bestehende Geschäftsmodell auf.
Doch wann muss eine bestehende Struktur hinterfragt und angepasst werden? Das ist nicht pauschal zu beantworten, weil es von der Situation abhängt. Zu viel Stabilität führt zu Stagnation und in einer Organisation, in der ständig alles hinterfragt wird, kann niemand seine Arbeit erledigen.
Methoden und Routinen für Destabilisierung?
Es braucht es Personen und Verfahren, die Änderungsimpulse so in die Kommunikation einspeisen könne, dass sie auf Relevanz geprüft werden und die Organisation nicht überfordern. Man wird kompetent im der Anpassung der eigenen Stabilität.
Unter dem Begriff «Agilität» wurde viel von dem beschrieben, was Teams und Organisation tun und brauchen können, um anpassungsfähig zu werden und zu bleiben.
Ist Agilität nur ein Management-Trend?
Allerdings wurde Agilität als Konzept in letzter Zeit zunehmend infrage gestellt. Erklärungen dafür gibt es viele. Entscheidend erscheint uns: Es genügt funktioniert nicht, Konzepte und Ideen von einem Unternehmen in ein anderes zu «kopieren». Ein Metallbauer ist keine Software-Entwicklung, ein Metzgereibetrieb keine Werbeagentur usw. Denn: Agilität ersetzt nicht die bestehende Struktur, sie ergänzt sie. Zu einer Top-Down-Hierarchie kommt einen Aussen-Innen-Hierarchie dazu.
Das ist nicht einfach zu vereinen, aber sinnvoll. Denn es sichert die Überlebensfähigkeit von Teams und Organisationen. Damit das gelingt, es es hilfreich die verschiedenen Aspekte und dahinter liegenden Konzepte zu verstehen und anwenden zu können.
Und darum geht es in unserem Seminar «Agilität im Team erleben» mit Urs Baumgartner. Wir verschaffen uns einen Überblick über die gängigsten agilen Methoden (z. B. rollenbasiertes Arbeiten, OKR, Kanban, Scrum, Design Thinking) und ihre Unterschiede, vertiefen, wo das sinnvoll ist und erleben die eine oder andere live als Team. Und das alles kompakt an einem Tag. Die Teilnehmenden Die Teilnehmenden werden an diesem Tag zu einem Team das Inhalt und Vertiefung agil gestaltet. Wir freuen uns auf einen Tag voller Komplexität und Agilität.