Wer in Organisationen unterwegs ist, sei es als Führungsperson, Mitarbeiterin oder Beraterin, erlebt alles Mögliche, doch selten, dass alles rund läuft. Die Wahrnehmungen dazu sind vielfältig: Die einen wissen nicht genau, was die anderen machen, Abstimmungsprozesse dauern übermässig lange oder niemand trifft eine Entscheidung, die auch ernsthaft umgesetzt wird.
Dass der Wunsch entsteht, Organisationen zu verändern, ist nachvollziehbar. Die Frage ist, wie packt man das an?
Wie kann man Organisationen verändern?
Annika-Nora Serfass und Claudia Seefeldt widmeten sich dieser Frage im Seminar «Organisationsentwicklung: Grundlagen und Zugänge». Konkret ging es um die grundlegenden Interventionshebel und -möglichkeiten. Es wurde ein Organisationsberatungsprozess durchgespielt, um Interventionsformate und Methoden am Beispiel vorzustellen und auszuprobieren.
Interessant ist ja zum Beispiel, dass Organisationen trotz der Wahrnehmung «Das müsste man ganz anders organisieren» Produkte herstellen und Dienstleistungen erbringen. Wie ist das möglich?
Oder es ging um die Erfahrung, dass man sich in Change-Prozessen leicht in Details verliert oder (zu) einfache Erklärungen zu Lösungen führen, die keine sind. Das ist frustrierend. Darum gehen sie im Seminar darauf ein, wie man das anders angehen kann.
Veränderung durch Anweisung
Eine Möglichkeit Einfluss auf die Entwicklung von Organisationen zu nehmen, sind Anweisungen. Damit das gelingt, braucht man eine Vorstellung, was wirksam ist. Das is voraussetzungsreicher als man auf den ersten Blick denkt. Man muss eine Idee davon haben, wie es anders funktioniert und wie man diese Veränderung erfolgreich initiiert. In der Praxis zeigt sich, dass das oft weit weniger gut gelingt als angenommen.
Veränderung durch irritation
Die zweite Möglichkeit Einfluss auf die Entwicklung einer Organisation zu nehmen ist Irritation der Organisation. Statt vermeintlich «falsche» Strukturen zu bekämpfen, fragen Führungspersonen oder Beraterinnen nach dem Sinn und der Funktion des bestehenden Verhaltens: Welches Problem löst die aktuelle herangehensweise eigentlich? Durch zirkuläres Fragen werden blinde Flecken sichtbar gemacht und neue Perspektiven eröffnet, ohne dass die Beraterin die Verantwortung für die Lösung übernimmt. Das System wird angeregt, eigene, passgenauere Antworten zu finden, was die Nachhaltigkeit von Veränderungen massiv erhöht.
Die nächste Möglichkeit, sich mit Annika und Claudia auf das spannende Feld der Organisationsberatung zu begeben (sei es als interne oder externe Organisationsberaterin), bietet sich zum Beispiel am 31.03. und 01.04.2027. Infos und Anmeldung gibt es in unseren Seminaren zur Beratung.